Auch im Jahr 2013 bleiben uns die wandelnden Toten auf den Fernsehgeräten und Monitoren nicht erspart und so dürfen wir uns jetzt über den zweiten Teil der Dead Island-Serie freuen.

 
Wie sich die Zombies auf der neuen Insel im alten Gebiet verhalten und was das Survial-Actionspiel an Neuerungen bereithält klären wir in unserem Test zur PC-Version von Dead Island: Riptide.

 

 

 

 

Story (Dead Island)

 

 

An diesem Punkt folgt unweigerlich ein Spoiler zum Ende des ersten Teiles, wer nicht wissen will wie Dead Island ausgeht, sollte den folgenden Absatz überspringen.Dead Island Riptide - Screenshot
Nach der Flucht per Helikopter vor der Zombie-Apokalypse landen die vier bekannten Charaktere Sam B, Purna, Xian Mei und Logan auf der benachbarten Insel Palani.
Mit dabei ist auch der neue Charakter John Morgan, ein Koch auf einem Militärschiff, mit dem man sich im Prolog bereits mit mehr Feuerwaffengewalt als noch im Vorgänger durch die Zombiemassen kämpft.

 
Wie soll es auch anders sein, das Schiff  sinkt und so landen Morgan und die anderen Überlebenden schließlich auf der Südseeinsel Palani.
Die Story von Riptide unterscheidet sich nicht wesentlich von der des Vorgängers, denn wie in einem Zombiespiel üblich, gilt es einen Ausweg aus dem Albtraum zu finden.
Dabei führt es den Spieler anfangs durch die Sümpfe der tropischen Insel, um im späteren Spielverlauf in die luxuriöse Touristenmetropole Henderson zu gelangen.

 

 

 

 

Spielumfang (Dead Island)

 

 

In Sachen Abwechslung erfindet Dead Island: Riptide das Rad nicht neu, es bleibt viel mehr beim Alten und das dürfte Fans der Serie auch nicht besonders stören. Auch beim Kampfsystem hat sich nicht allzuviel getan, es kommen lediglich etwas mehr verschiedene Feuerwaffen zum Einsatz als in Teil eins.
Dead Island Riptide - ScreenshotWie wir ja schon im Story-Bereich erwähnt haben gibt es einen neuen und somit fünften spielbaren Charakter, John Morgan. Im Koop-Modus dürfen wir aber trotzdem nur zu viert losziehen, was bei fünf handlungsrelevanten Hauptprotagonisten etwas komisch wirkt. John Morgan ist ein Ex-Militär und ein Meister im Nahkampf, genauer im Bereich Kung Fu und Martial-Arts. Er kämpft also mit bloßen Händen besser als die vier anderen Team-Mitglieder gemeinsam. Passend dazu gibt es einige Waffen die für den Schiffskoch ausgelegt sind, zum Beispiel Handklingen, a la Wolverine und Schlagringe.

Auch neu sind die Festungsverteidigungen, bei denen man sich bis zum Erreichen eines bestimmten Zeitpunktes, beispielsweise bis ein überfluteter Tunnel ausgepumpt wird, gegen immer wieder anrückende Zombiehorden verteidigen muss. Um das zu erleichtern stehen einem nützliche Dinge wie Maschendrahtzäune zur Verfügung, welche die Infizierten etwas aufhalten. Zur Dezimierung der anrückenden Horden stehen desöfteren auch Geschütze bereit, ebenso helfen die Überlebenden aktiv beim Kampf gegen die Zombies mit.

Auch neue Fahrzeuge spendiert uns Riptide, nämlich Boote, mit denen es sich schnell durch die Sümpfe Palani’s reisen lässt, wer sich das sparen will, kann selbstverständlich wieder per Schnellreise an einen bereits entdeckten Ort gelangen.
Besonders zu Beginn gestaltet sich das Fahren zu Wasser als gefährlicher, da die Gefahr droht, von ertrunkenen Zombies ins Wasser gezogen zu werden.
Die Bewegung mit den aus dem Vorgänger bekannten Pickups ist indes immer noch die gemütlichste und sicherste Art die Welt zu bereisen, auch weil man sich mit dem Vehikel recht einfach lästiger Bosszombies entledigen kann, sofern diese zufälligerweise mitten auf der Straße herumstehen.Dead Island Riptide - Screenshot

Bei den Waffen gibt es wieder so einige skurrile Dinger die man findet, geschenkt bekommt, oder sich an der Werkbank zusammenbastelt.
Feuerwaffenlastige Kämpfe gegen die Horden von Zombies, wie beispielsweise in Left 4 Dead sollte man indes nicht erwarten, denn obwohl man schon im Prolog mit Pistolen und Gewehren zu tun hat, erhält man die Schusswaffen erst relativ spät in der Story.

Die Kampagne ist nach knapp zehn Stunden vorbei, erkundet man noch alle Orte und macht alle Side Quests, unterhält Riptide noch etwas länger.

 

 

 

 

Koop (Dead Island)

 

 

Dead Island Riptide - ScreenshotWer sich in Dead Island: Riptide nicht ganz alleine mit den untoten Plagegeistern herumschlage will, kann die Kampagne wie bereits im Vorgänger mit bis zu drei Mitspielern meistern. Das System ist alt und bewährt, wir können im privaten LAN mit Freunden spielen, oder online mit anderen Spielern von der ganzen Welt zocken.

Um Charaktere muss man sich auch nicht streiten, wenn alle den selben auswählen, laufen eben vier Klone durch die Gegend. Finden wir etwas merkwürdig, aber okay. Insgesamt spielt sich die Story mit mehreren Spielen nicht nur leichter, sondern macht auch noch mehr Spaß, vor allem wenn man mit verschiedenen Protagonisten unterwegs ist, von denen ja jeder seine eigenen Fähigkeiten hat.

 

 

 

 

 

 

Technik (Dead Island)

 

 

Auch im technischen Bereich bietet das neue Dead Island so gut wie nichts neues.Dead Island Riptide - Screenshot
Der Grafik-Engine (Chrome Engine 5) sieht man ihr Alter in fast allen Bereichen des Zombie-Splatters an. Während die Umgebung aus der Ferne noch recht schick wirkt, fallen beim näheren Hinsehen vorallem matschige Texturen auf.
Auch des öfteren stören uns nervige Pop-Ins und unschöne Wassereffekte.
Beim Sound sieht es leider auch nicht viel besser aus, zwar gefallen uns die stimmigen Umgebungsgeräusche, diese werden durch die immer gleichen und leicht anstrengenden Zombieschreie eher in den Hintergrund gedrängt.
Auch die Synchronisation der Charaktere wirkt oft zu unmotiviert um eine ordentliche Atmosphäre erschaffen zu können. In Riptide sprechen die Charaktere ausschließlich in Englisch. Dazu gibt es die deutschen Untertiteln und ein deutschsprachiges Menü.

Besser sieht es durchaus beim Balancing aus: Nach dem durchaus gelungenen Prolog, in dem wir die grundlegende Steuerung und Handhabung mit Nahkampf und Feuerwaffen, erlernen bleibt das Spiel stets im richtigen Gleichgewicht was die Schwierigkeit angeht.
Ebenso die Rollenspiel-Elemente und das Level-System passen sehr gut ins Setting, selbst wenn die Ingame-Menüs recht umständlich gestaltet wurden.

 

 

 

 

Fazit (Dead Island)

 

 

Insgesamt hat sich bei Dead Island: Riptide im direkten Vergleich mit dem Vorgänger nicht viel getan.
Lediglich die neue Insel, ein neuer spielbarer Charakter, einige neue Zombiearten, sowie neue Waffen bieten kurzzeitig Abwechslung. In Sachen Story solltet ihr keine tiefgründige Handlung erwarten, stattdessen treffen wir zu oft auf seichte Protagonisten, wodurch das Spiel insgesamt recht schnell an Fahrt verliert und zur öden Zombiekopf-Zertrümmerei wird.

DDead Island Riptide - Screenshotennoch ist das Survival-Abenteuer nicht nur treuen Fans des ersten Dead Island zu empfehlen, denn wer etwas für Zombies und brutaler Nahkampfaction übrig hat, wir auf jeden Fall auf seine Kosten kommen. Zudem ist der Titel auch noch um etwa zehn Euro billiger als die meisten anderen Games.

Bewertung: 6 von 10 Punkten

 

 

 

 

 

Was ist gut? Was ist zu verbessern?

 

Positiv gute Atmosphäre
Positiv detaillierte Gegner, mehrere Typen
Positiv viele modifizierbare Waffen
Positiv große Spielwelt
Positiv viele Quests
Positiv toller Koop-Modus

 

Negativ veraltete Engine
Negativ matschige Texturen
Negativ langweilige Story
Negativ wenig Abwechslung in Kämpfen
Negativ keine Synchronisation der Charaktere, ledeglich deutsche Untertitel

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Links

 

 

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