Endlich im Urlaub. Sonne, Strand, hübsche Mädels und mehr. Am Tag relaxen wir am Hotelpool, strecken unsere Zehen in den Sand, springen in das türkisfarbene Meer und abends machen wir Party! Wo wir sind? Auf Banoi – einer Trauminsel in Papua-Neuguinea.

Was wie ein super Traum klingt, hat nur einen winzigen Nachteil: Leider ist die Partyinsel von einer Zombie-Epidemie verseucht. An jeder Ecke lauern blutrünstige Zombies, die nur nach unser Blut lechzen. Da hilft nur eins: Wir greifen zu einem Baseballschläger und wehren uns. Und schon sind wir mitten in unserem Test zu Dead Island.

 

 

 

 

 

Unser Charakter, den wir nach einem Intro gewählt haben, wacht nach einer langen und „feuchten“ Nacht alleine in seinem Hotelzimmer auf. Es fällt ihm schwer aufzustehen, und sich auf den Beinen zu halten. Unser Held versucht sich, an die letzte Nacht zu erinnern, leider ist sein Erinnerungsvermögen dahin. Auf dem Hotelgang liegen nur Koffer und Taschen herum. Von anderen Menschen fehlt vorerst jede Spur.

In einem Nebenzimmer findet er ein totes Ehepaar, welches dem Dead Island-Fan aus einem Preview Trailer bekannt sein wird. Plötzlich ein Krach, und ein Dutzend Zombies läuft einen zu. Da hilft nur mehr eins: LAUFEN! LAUFEN! Eine mysteriöse Stimme aus den Lautsprechern weist uns einen den Weg. Wir retten uns erstmals, doch schon im nächsten Moment steht ein Zombie hinter uns, und schlägt uns K.O. Wir wachen verletzt in einer Basis der Überlebenden auf.

Die Überlebenden erzählen, dass der Rettungsschwimmer (der uns von den Zombies gerettet hat) draußen vor der Basis gegen eine Meute von Zombies kämpft. Unser Einsatz. Wir stürmen mit Fäusten hinaus und helfen. In der weiteren Geschichte beauftragt uns der Rettungsschwimmer, die Hauptrettungsstation zu suchen, und diese von den Zombiehorden zu befreien, da dort mehr Lebensmittel für die Überlebenden sein soll.

Leichter gesagt als getan: Der Weg dorthin führt uns durch Swimmingspools, Hotelsuiten und Strandhäuschen. Überall liegen blutüberströmte Leichen, an denen sich die Zombies nähren, herum. Langsam finden wir auch Waffen (z.B. ein schweres Eisenrohr), mit dem wir uns verteidigen können. Schlussendlich  erreichen wir die Hauptrettungsstation und säubern sie. Der Rettungsschwimmer und die anderen Überlebenden kommen nun nach, und geben uns einige Quests, die wir zum Erfüllen haben. Die Endzeit-Atmosphäre zu Beginn überzeugt, und zieht den Spieler so richtig in das Spiel hinein.

Anfangs erzählt das Spiel die Geschichte eher schleppend. Zu Beginn weiß der Spieler nur, dass der eigene Charakter scheinbar immun gegen die Seuche ist. Die genauen Gründe der Immunität und der Zombie-Seuche sind vorerst unbekannt. Wir erfahren erst mehr, mit großem Fortschritt der Story (etwa ab 75% der Haupthandlung).

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Entwickler Techland hat die Landschaften von Dead Island sehr eindrucksvoll umgesetzt, auch wenn die Grafik nicht mehr allzu taufrisch ist.  Allerdings darf man auch nicht jedes Spiel mit Crysis 2 vergleichen. 😉 Im Spiel wird die Chrome Engine 5 (eine Eigenentwicklung von Techland) angewandt. Mit dieser werden Knochenbrüche zum Beispiel sehr realistisch gezeigt. Auch der Spiel-Sound wurde gut umgesetzt: Stimmungsvolle Endzeit-Musik, jammernde Überlebende & wildes Zombie-Geschrei. Die Steuerung gelingt am PC mit Maus und Tastatur sehr gut. Für Shooter-Veteranen wird die Standard-Auswahl der Maustasten irritierend sein, diese lassen sich aber einfach im Einstellungs-Menü ändern. Auch auf dem Gamepad funktioniert die Steuerung sehr gut und hakt so gut wie nie.

 

 

 

 

 

 

 

Anders als bei anderen Rollenspielen sind die Nebenquests durchaus sehr abwechslungsreich. Es gibt keine einzige Mission, in der wir nur stumpf 10 Zombies töten müssen. In jeder dieser Quests stecken berührende Geschichten.

Wir treffen zum Beispiel in einer Quests, ein Strandhaus mit zwei Überlebenden. Ein Liebespaar. Jedoch der Mann wurde von einem Zombie angefallen, und verwandelt sich nun langsam in einen solchen. Nun beauftragt er uns, dass wir seine Frau retten, und sie zu einer sicheren Basis bringen. Später in der Geschichte treffen wir die Frau erneut, und sie bittet uns nun, nach ihren Mann zu sehen. Wir rasen schnell zum Strandhaus, und treffen ihren Mann bereits als Zombie an, den wir nun töten müssen. Da die Missionsziele von den Auftragsorten meist weit entfernt sind, dürfen wir herumstehende, noch funktionierende, Autos nutzen. Alternativ gibt es in Dead Island noch die Schnellreisefunktion, mit der man von bestimmten Orten zu andere (dieser Ort muss bereits besucht worden sein) reisen kann.

Das gesamte Spiel basiert auf dem, bei Rollenspielen bekannten, Levelsystem. Durch das Töten von Zombies, das Lösen von Quests und anderen Aufgaben erhalten wir Erfahrungspunkte. Mit diesen erreichen wir immer höhere Levels, die uns wiederum neue Fähigkeiten spendieren. Allerdings funktioniert dieses Fähigkeiten-System eher schleppend, da uns das Spiel einen Levelaufstieg nur mit einem Fähigkeitspunkt belohnt. Auch die Gegner leveln mit dem Spieler mit: Das Spiel wird nie anspruchslos, da die Gegner mit dem eigenen Levelanstieg auch immer stärker werden, und mit immer stärkeren Waffen getötet werden müssen.

Dead Island punktet auch mit seinem besonderen Waffensystem: Die benutzte Waffe wird nach einiger Zeit kaputt. Auf Werkbanken, die es meist bei Questgeber gibt, kann die Waffe repariert und verbessert werden, oder es besteht auch die Möglichkeit eine spezielle Waffe, wie zum Beispiel einen Elektro-Schocker zu bauen. Man benötigt für die Sonderwaffen allerdings einen Bauplan (den ihr in Gebäuden findet, oder euch Questgeber nach einer erfüllten Aufgabe geben), und die dazugehörigen Alltagsgegenstände, die man in verlassenen Wohnungen, Hotelzimmern, und bei anderen Überlebenden findet.

 

 

 

 

 

 

 

Das Zombie-Adventure-Rollenspiel enthält auch einen Koop-Modus, bei dem man in einer Kampagne anderer Spieler (die gerade in der Nähe sind) über das Internet (PlayStation 3, Xbox 360 & PC) beitreten kann. Mit den anderem Spieler, kann man auch Waffen tauschen, kaufen, und verkaufen. Beim Koop-Mouds ist allerdings die Geschichte des Hauptakteurs (sprich der Spieler, der das Spiel hostet) auschlaggebend. Auch kann man durch das Beitreten bei anderen Spielern den eigenen Spielfortschritt nicht schneller vorantreiben. Auf dem PC, kann der Koop-Modus auch im lokalen Netzwerk (LAN) gespielt werden.

 

 

 

 

 

 

Dead Island ist genau das Zombie-Spiel, dass ich mir schon lang gewünscht habe. Eine offene Spielwelt, eine Vielzahl von Waffen, ein Levelsystem (mit freischaltbaren Fähigkeiten), ein Koop-Modus und eine berührende Geschichte. Meiner Meinung nach hätte der Gewaltgrad des Spiels nicht so hoch sein müssen. Für Zombie-Fans kann ich dieses Spiel nur empfehlen.

8,5 von 10 möglichen Punkten

 

Weiterführende Links:

Offizielle Dead Island-Website
Dead Island-Forum (englischsprachig)
Dead Island Wiki (englischsprachig)

 

 

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone

Ich stimme zu, dass insidegames Cookies für Analysen und personalisierte Inhalte verwendet. Mehr erfahren

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen