Nachdem schon einige Zeit seit unserem letzten Praxistest zu einem Gadget vergangen ist, ist es nun endlich so weit: Heute nehmen wir uns das Nike FuelBand vor und erklären euch in unseren „schonungslosen“ Test, wie praxistauglich das Ding in Wirklichkeit ist.

Wir haben das Band über 500 Tage an unserem Arm getragen und zeigen euch alle Vor- und Nachteile auf. Lohnt sich die Anschaffung, für was ist das FuelBand überhaupt gut und ist der hohe Preis gerechtfertigt? Wir haben für euch die Antworten. 😀

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Nike FuelBand - VerpackungDas Nike FuelBand selber kommt in einem 13 x 13 cm großen schwarzen Karton daher. Die Farbe der Verpackung richtet sich wohl auch an die Farbe des Armbandes. Wir hatten das klassische schwarze FuelBand in unserem Praxistest. Mittlerweile gibt es ja zwei weitere Farben (White Ice & Black Ice). Wenn man den schmucken Karton (ja, wir fanden ihn schön) öffnet, springt einen auf der rechten Seite sofort das Nike FuelBand entgegen.

Das Band selber ist gut  verarbeitet und besteht aus einer geschmeidigen Gummimischung, einem Edelstahlverschluss und zwei LED-Leisten, mit über 120 LEDs. Auf der linken Seite findet man hinter einer kleinen Papierblende (mit einer Kurzanleitung) das USB-Verbindungskabel, ein Erweiterungsstück für das Band, das Werkzeug & die Anleitung dazu und den Garantieschein. Und alles in schönem Englisch, denn das FuelBand gibt es derzeit ausschließlich im US- und UK-Store von Nike zu kaufen und kostet 149 US-Dollar. Wann das Armband auch offiziell nach Österreich, Deutschland & die Schweiz kommt, ist derzeit  leider nicht bekannt.

Für die Nutzung des Armbandes benötigt man einen PC oder Laptop und einen Nike+ Account. Für die erste Nutzung muss auf der Nike+ Website das Nike+ Connect Setup für das Nike FuelBand im TestFuelBand heruntergeladen werden. Mit diesem Programm werden alle Einstellungen am Band vorgenommen. Man trägt zu Beginn die eigene Körpergröße und das Gewicht (zur Berechnung der verbrannten Kalorien), das gewünschte Tagesziel und das passende Datum & die Uhrzeit ein. (Ja, das Nike FuelBand kann man auch ganz schlicht als stylische Uhr nutzen). Zu guter Letzt muss das Armband vollständig geladen werden und dann gehts auch schon los. Das FuelBand an den Arm! Wenn man mag, kann man die vom Nike FuelBand gesammelten Daten via Bluetooth mit dem eigenen iPhone und der dazugehörigen App drahtlos mit Nike+ synchronisieren. Leider ist die Nike Fuel App derzeit nur iPhone exklusiv. Nutzer anderer Systeme müssen mit dem Verbindungskabel vorliebnehmen.

 

 

 

 

Was ist überhaupt Nike+ ?

 

NikePlus (kurz Nike+) ist das „soziale Netzwerk für Sportler“ von Nike. In diesem Dienst werden alle gesammelten Daten (etwa vom FuelBand, der Nike+ Lauf-App, und zahlreichen weiteren physischen Nike+ Produkte) hochgeladen. Diese Daten, wie gelaufene Kilometer, die Durchschnittsgeschwindigkeit (bei der Lauf-App) oder die verbrannten Kalorien und erreichtem Fuel (vom FuelBand) werden zentral gesammelt und können mit Freunden verglichen werden. Auf nike_fuelband_iphone_app Wunsch kann das Ergebnis eines besondern „starkem Tag“ auf Facebook oder Twitter geteilt werden. Die genannten FUEL Punkte sind die universelle Vergleichswährung. Das Programm rechnet alle Bewegungen in eine gewisse Anzahl dieser FUEL Punkte um; so kann die eigene Leistung noch leichter mit Freunden verglichen werden.

Die gesammelten Daten können auch am Nike FuelBand auf den 100 weißen LED angezeigt werden: FUEL (zeigt die gesammelten Fuel Punkte an), CALS. (zeigt die verbrannten Kalorien an), STEPS (zeigt die Schritte an) und TIME (zeigt die aktuelle Uhrzeit an; es sind zwei verschiedene Uhrzeitformate möglich: entweder das europäische 24h- oder das US-amerikanische 12h-Format). Die zweite LED-Leiste (von rot bis grün) zeigt den aktuellen Fortschritt zum eingestellten Fuel-Ziel an. Wird das Ziel erreicht, blinkt GOAL auf. Standardgemäß sind als Ziel 2000 Fuel gesetzt; man kann natürlich über die Nike Connect-Software oder der iPhone-App sein eigenes Ziel einstellen. Die Community belohnt fleißige Fuel-Sammler mit zahlreichen Auszeichnungen: Angefangen von Gesamt Fuel-Punkten (etwa 100K) bis zu den erreichten „Fuel Streaks“. Beispiel: Wenn man etwa 5 Tage hintereinander das Ziel erreicht, erhält man eine Auszeichnung dafür.

 

 

 

 

Das Nike FuelBand in der Praxis

 

Der integrierte Akku hat in unserem Test 5 bis 7 Tage gehalten, je nach unserer Aktivität. Und das auch nach über 200 Tagen im Dauertest. Die Kapazität des Akkus ist gleich geblieben. Nike selber gibt die Batterielaufzeit mit vier Tagen an. Natürlich hängt es auch davon ab, wie oft das Display eingeschaltet wird. Das Band kann sogar beim Nike FuelBand White IceDuschen oder bei Regen an dem Arm gelassen werden. Es ist spritzwasserfest, aber NICHT wasserdicht. Beim Baden oder Schwimmen muss das FuelBand unbedingt abgenommen werden. Mit dem Gewicht von 27-35g (je nach Größe) ist das Armband ziemlich leicht und daher sehr angenehm zu tragen. Das Band selbst ist unter der Oberfläche ziemlich weich (was bei einer Gummimischung klar sein sollte) und bekommt daher auch sehr gerne Kratzer ab. Wir können aber darüber hinwegsehen, da es ein Praxisgegenstand ist und wir dies als Abnützungserscheinung verbuchen. Wenn man keine Kratzer am FuelBand haben möchte, darf man es auch nicht tragen!

Die Synchronisation mit den Nike-Servern läuft im Normalfall auch problemlos ab. Nur einmal wurde bei uns die Fuel-Zahl falsch synchronisiert und das hat uns dann den kompletten Goal-Streak zunichte gemacht. Das System hat einfach nicht die korrekte Fuel-Zahl angenommen. 🙁
Abgesehen von diesem Fehler ist die Synchronisation über den PC oder am iPhone extrem einfach. Über das iPhone kann sogar die Uhrzeit an die Zeitzone des Telefons (super beim vereisen!) eingestellt werden. Außerdem können wir den aktuellen Batteriezustand einsehen.

Alles in allem ein tolles, aber teures Gadget, welches einem sehr gut für mehr Bewegung motivieren kann. Vor allem durch das Vergleichen der erreichten Fuel-Punkten mit seinen Freunden und der Welt wird die Motivation extrem gesteigert. Finden wir zumindestens. Dank den zahlreichen Auszeichnungen in der Nike+ Community und den sozialen Funktionen eine super Sache für alle, die so etwas mögen.

 

 

 

 

Update vom 28.01.2014 (500 Tage-Praxistest)

 

In dem heutigen Update gehen wir auf unseren Praxistest im Zeitraum von über 500 Tagen ein. Wir haben das Nike FuelBand über 500 Tage getragen und sind immer noch so begeistert wie am Anfang. Aber es war nicht alles schön: Kurz vor dem Ende der Garantiezeit hat der Knopf am Fitnessband seinen Dienst aufgegeben. Der Knopf wird bei der ersten Generation des Bandes übrigens sehr häufig defekt, wie uns eine schnelle Google Suche erklärt hat. Dann mal den Nike Support kontaktieren: Und das hat hervorragend funktioniert. Wir haben das Rücksendeetikett für den Paketdienst UPS ausgedruckt, das Nike FuelBand eingepackt und nach Belgien geschickt. Nach etwa einer Woche konnten wir bereits das neue FuelBand in den Händen halten. Kundendienst: Eins A. Uns hat das sehr positiv überrascht.

Was gibt es sonst so Neues? Nicht viel. Die Qualität des alten FuelBands war nach fast einem Jahr im Dauergebrauch immer noch in Ordnung. Ein paar Alltagserscheinungen, wie Kratzer, hat es der Gummimischung angetan. Mehr aber nicht. Mit dem neuen Nike FuelBand (nach dem Garantieaustausch) hat sich die Akkulaufzeit deutlich verbessert. Von maximal einer Woche bis zu 1,5 Wochen hat sich der Zeitraum ohne aufzuladen gesteigert. Wir sind begeistert, können aber die Steigerung nicht erklären, da wir das Band auch nicht anders verwenden als zuvor.

Seit einigen Monaten gibt es die Nachfolgerversion des Nike FuelBands: Das neue Nike+ FuelBand SE kann dank energiesparendem Bluetooth Standard dauerhaft mit dem iPhone verbunden sein und übermittelt so ständig die Daten. Ansonsten gibt es beim neuen FuelBand die „Sessions“, die verschiedenen Herausforderungen (wie zum Beispiel sich fünf Minuten pro Stunde ununterbrochen zu bewegen) zur weiteren Motivation anbieten.

 

 

 

 

Was ist gut? Was ist zu verbessern?

 

Positiv gutes Design & Verarbeitung
Positiv stets motivierend
Positiv großartiges Community-System (Nike+)
Positiv Akku hält lange (5-7 Tage)…
Positiv …und das auch noch nach über 200 Tagen im Dauertest
Positiv spritzwasserfest
Positiv mit Lichtsensor (Display Helligkeit passt an die Umgebung an)
Positiv stabile Synchronisation mit den Nike-Servern
Positiv gute iPhone App…

 

Negativ …dafür keine für Android & WindowsPhone
Negativ Computer für die ersten Einstellungen und Nike+ Account zwingend notwendig
Negativ ziemlich teuer (149 $)
Negativ derzeit nur in den USA und Großbritannien erhältlich (das Nachfolgemodell gibt es auch bei uns zu kaufen)

 

 

 

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