Während uns Valve schon seit dem Release von Half Life 2: Episode 2 fast acht Jahre auf einen neuen Titel warten lässt, arbeiten einige fähige Fans an ihrer eigenen Story-Fortsetzung. Ein Hobby-Entwickler mit dem Pseudonym Shokunin hat im Alleingang innerhalb von etwa zwei Jahren ein Kurzspiel, welches uns zeitlich nach dem Ende von Episode 2 erwachen lässt, erschaffen. Was die Modifikation Transmissions: Element 120 so alles kann, erklären wir euch hier und jetzt in diesem Mod-Check.

 

 

Transmissions: Element 120Wir erwachen also irgendwann nach den schockierenden Ereignissen von Half Life 2: Episode 2 auf einem verlassenen Güterbahnhof. Da wir im Besitz des HEV-Suits sind, nehmen wir einfach mal an, dass wir uns als Gordon Freeman durch die Welt bewegen. Ein bestimmtes Ziel gibt es nicht. Uns fällt aber schnell auf, dass wir nicht gerade in Waffen & Munition schwimmen. Diese Tatsache, und dass uns, wie aus dem Nichts, ein Headcrab-Zombie attackieren könnte, macht diese Erfahrung an manchen Stellen recht gruselig. In Summe sorgt aber vor allem die großartig düstere Atmosphäre mit genialen Soudeffekten für einige tolle Gänsehaut-Momente.

Die Zahl der Feinde beschränkt sich auf nur eine Handvoll, sodass zumindest wir beim Durchspielen bis zum Finale kein einziges Mal eine Feuerwaffe verwenden mussten. Die gute alte rote Brechstange erledigt Zombies einwandfrei! 😉 Enorme Abwechslung bietet, neben den bedrohlichen und oft stockdunklen Levelabschnitten, auch eine neue Art der Gravity Gun. Über diese stolpern wir mehr oder weniger eher zufällig, als wir durch einen altes Lüftungsschacht in ein verlassenes Labor fallen.

Transmissions: Element 120Während aus den Lautsprechern Frédéric Chopin’s Nocture Op.9 No.2 ertönt, finden wir einen rosa leuchtenden Nullpunkt-Energiefeld-Manipulator. Dieser verschießt supermassereiche Energiebälle, die alle im Weg stehenden Objekte und Feinde einfach umnieten. Wenn wir während des Springens auf den Boden unter unseren Füßen schießen kann das Gerät zudem auch für großartige Rocketjumps verwendet werden. Fallen wir indes aus großer Höhe bremst uns ein gut getimter Schuss ausreichend aus, um sicher auf dem Boden zu landen. Vor allem beim großen Finale können wir ohne Rocketjumps nicht mehr bestehen.
Apropos Finale: Der Abspann lief bei unserem Test nach gut 45 Minuten über den Bildschirm. Wer mithilfe den – im Spiel verstreuten – QR-Codes Hintergrund-Informationen erhalten möchte und jeden Weg einzeln beschreitet wird ein wenig länger brauchen. Wer sich jetzt denkt: Keine Stunde Spielzeit? Zahlt sich das überhaupt aus? Wir sagen: Ja, auf jeden Fall, denn atmosphärisch und spielerisch ist Transmissions: Element 120 die wohl beste Half Life 2-Modifikation aller Zeiten. Zudem ist der Download des Spiels völlig kostenlos.

 

 

Transmissions: Element 120Interessierte können die Installationsdatei als Zip- oder Exe-Datei auf der Entwickler-Website herunterladen. Die genaue Anleitung zur Installation steht in englischer Sprache zur Verfügung. Zum Ausführen der Mod wird außerdem noch die Entwickler-Software SDK Base 2007 benötigt. Spieler die bereits ein Source-Game besitzen finden diese in der Rubrik Tools. Wer noch kein Spiel auf Source-Basis besitzt, kann sich alternativ das kostenlose Team Fortress 2 herunterladen, womit man auch die SDK erhält.

In den ersten 15 Minuten haben sich bei unserer Version einige Spielabstürze eingeschlichen, meist in Verbindung mit gewissen Tastaturbefehlen, wie z.B. das Aufrufen der Taschenlampe mit Taste F. Im weiteren Spielverlauf ist dieser Fehler allerdings nicht mehr aufgetreten.

 

 

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