Heute ist mit der Game City 2015 die größte österreichische Messe für PC- und Konsolenspiele zu Ende gegangen. Genau 78.150 Menschen haben dieses Jahr das Wiener Rathaus besucht, um ihre Lieblingsspiele auszuprobieren, das eine und andere Goodie abzustauben und neue Technologien der Unterhaltungsindustrie zu erleben. Zeit um ein wenig auf dieses großartige Event zurückzublicken.

Auch Phil und Rich von insidegames.at haben dieser Messe einen Besuch abgestattet, einige Spiele ausprobiert, die Stimmung in sich eingesogen und schreiben hier ihre Impressionen von der diesjährigen Game City nieder.

 

game-city-2015_002Samstag, 3. Oktober 2015 – 09:37 Uhr. Sonnenschein und leichter Wind im ersten Wiener Gemeindebezirk. Zusammen mit Rich nähere ich mich über der Ringstraße dem Rathaus.

Von weitem ist bereits eine größere Menschentraube vor dem altehrwürdigen Gebäude zu erkennen. Nochmal die Uhr gecheckt (es sind noch 20 Minuten bis zum Einlass) und sich brav am Ende der Schlange angestellt. Schon wird uns ein Game City-Magazin mit Lageplan, Aussteller-Verzeichnis und natürlich viel Werbung in die Hände gedrückt. Indem wir fachsimplen vertreiben wir uns die restliche Wartezeit: Welche Spiele möchten wir unbedingt zocken? Wir plädieren einstimmig auf Mirror’s Edge: Catalyst und Rise of the Tomb Raider, vielleicht aber noch Tom Clancy’s The Division und Star Wars: Battlefront?

 

Als um Punkt zehn die Glocke hoch oben im Rathausturm ertönt, wird der Eingang auf das Game City-Areal freigegeben und die Menschenmenge bewegt sich langsam vorwärts. Noch schnell die Alters-Bändchen abgeholt und schon geht es rein: Auf dem ersten Blick hat sich im Vergleich zu den vorherigen Jahren wenig getan: Draußen direkt vor dem Rathaus stehen unzählige Imbissstände, das große PlayStation-Zelt, ein kleiner Parkour des österreichischen Motorradherstellers KTM und der Wargaming-Truck. Neu ist dieses Mal der Thundertruck vom deutschen Lautsprecher und Soundsystem-Spezialisten Teufel, auf dem die Besucher die neuesten Produkte dieser Premium-Marke ausprobieren können. Wir steigen über die Haupttreppe hinauf zum Eingang des Rathauses. Nanu, was sehen wir da? Eine waschechte Assassinin! Wir finden: Eine wunderschöne und äußerst detailgetreue Cosplay-Verkleidung. Leider haben wir kein Foto von ihr gemacht! 🙁

 

game-city-2015_003-2Anschließend betreten wir das über 130 Jahre alte Hauptgebäude des Rathauses und machen uns über den Arkadenhof direkt auf den Weg in den ersten Stock. Dort rund um dem großen Festsaal (Gaming Room) sind die meisten Blockbuster-Spiele vertreten. Dort angekommen haben wir großes Glück: Bei Mirror’s Edge: Catalyst ist gerade nicht viel los und wir stellen uns sofort hinten an die Warteschlange. Nach rund 15 Minuten Wartezeit dürfen wir endlich selbst Hand an den Controller legen und das nächste Abenteuer rund um die Runnerin Faith ausgiebig testen.

In dieser Demoversion spielen wir zuerst den Beginn der Kampagne – zumindest sehen die Spielszenen ganz so aus. Diese ersten Bilder kommen uns ziemlich bekannt vor, da diese schon in diversen Trailern gezeigt wurden. Nach kurzer Begrüßung durch einen Runner-Kollegen dürfen wir zwischen drei verschiedenen Spielszenerien wählen: Ein Zeitrennen gegen unseren neuen Bekannten, das Hacken einer riesigen digitalen Werbetafel oder auch das Ausschalten von Gegnern steht auf dem Programm dieser Demo. In allen drei Modi dürfen wir ausführlich Faith’s Parkour-Moves ausprobieren und besonders spektakulär über Hindernisse und Hausschluchten springen. Wie auch im ersten Teil in nicht ganz schwindelfreier Ego-Perspektive.

 

Nach etwa einer Spielzeit von zwölf Minuten geht es für uns aber wieder weiter. Mittlerweile haben die Massen den Festsaal erreicht. Wir schieben uns durch den um 10:50 schon sehr vollen Raum. Vorbei an Nintendo-Spielstationen, den Anno 2205-PCs und dem Assassin’s Creed: Syndicate-Stand geht es für uns hinüber auf die andere Seite zu den Xbox-Räumlichkeiten.

 

game-city-2015_004Dort angekommen machen wir uns sofort auf die Suche nach Lara. Auch bei Rise of the Tomb Raider müssen wir nicht lange warten. Nach gut zehn Minuten dürfen wir in die Haut der jungen Lara Croft schlüpfen und in alten Tempelanlagen nach einem geheimnisvollen Sarkophag suchen. Dieses Gameplay ist uns und wohl auch den meisten anderen Spielern, die Rise of the Tomb Raider auf dem Schirm haben, gut bekannt. Wir dürfen denselben Spielabschnitt ausprobieren, welcher zuvor schon auf YouTube veröffentlicht wurde.

Uns macht das Spielen sehr viel Spaß – es wurde das sehr gute Spielprinzip aus dem ersten Teil übernommen und das Tempo wurde leicht erhöht. Was uns besonders gut gefällt: Aufgrund der vielen unterschiedlichen und meist tödlichen Fallen in dem antiken Tempel, dem Lösen von diversen Rätselaufgaben und dem hohen Spieltempo macht Rise of the Tomb Raider einen ausgezeichneten Eindruck und kehrt damit noch weit näher an die Wurzeln der erfolgreichen Spielreihe zurück als noch sein (ebenfalls guter, aber für Fans mit zu wenige Rätseleinlagen) direkter Vorgänger. Wir können den Release Mitte November kaum noch erwarten.

 

Nachdem wir eigentlich schon unsere Pflichtspiele der Game City 2015 abgehakt haben, geht es für uns hinüber zu Tom Clancy’s The Division und Star Wars: Battlefront. Das was wir nun sehen, verschlägt uns fast den Atem: Kilometer lange Warteschlangen. Okay, wir übertreiben, trotzdem ist schnell klar, dass uns diese beiden Spiele eine lange Wartezeit nicht wert sind. Vor allem beim Star Wars-Stand beobachten wir die längste Warteschlange der gesamten Spielemesse.

 

game-city-2015_005Wir ändern kurzfristig unseren Plan, verlassen wieder den ersten Stock, queren den Arkadenhof und erreichen die (eher unbekanntere und daher ruhigere) Retro Games Area. Nach dem Öffnen der Tür schlägt uns der vertraute Geruch von Kaffee und technischen Geräten entgegen. Wir fühlen uns sofort heimisch. Uns wird schnell klar – hier sind die echten Zocker zuhause. Auf den schon etwas älteren Geräten, wie auf einem Atari 2600, Universum 2006 oder Commodore 64  zocken wir die ersten Spiele der Computergeschichte. In Pixeloptik schießen wir etwa als winziges Raumschiff Aliens ab oder mit (heute so untypischen) Schiebereglern als Controller spielen wir Ping Pong auf einem alten Röhrenfernseher.

Wohl unser bestes Erlebnis auf der diesjährigen Game City! 😀

 

 

Unser Fazit: Unsere Spielwünsche wurden erfüllt, viele tolle Sachen gesehen, hervorragende Stimmung erlebt = kurz um: die Game City 2015 war hervorragend!

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